Hühner werden mit Antibiotiker vollgepumpt

Hühner

Der Griff in die Tiefkühltruhe zum Gefrierhähnchen birgt bislang ungeahnte Gefahren. Keine Spur von Verbrauchersicherheit, wie der BUND feststellte, denn in jeder 2. Probe aus den Kühltheken der Supermärkte fanden sich mutierte Keime, die durch kein Antibiotikum mehr zu behandeln sind.

Ursache und Folge
Die Antibiotikagabe in der Massentierhaltung ist an der Tagesordnung. Die Tiere stehen unter großem Stress und sind somit enorm anfällig. Die Medikamentengabe erfolgt daher vorsorglich, ohne dass eine Erkrankung vorliegt. Dabei überschreiten die Betriebe allerdings immer öfter die zulässige Höchstmenge. Die Folge ist das Gegenteil von dem, was sich Verbraucher und auch Mäster wünschen. Die Tiere sind hochbelastet mit Keimen, die bei anfälligen Menschen zum Tod führen können.

Industrielle Massentierhaltung als Grund
Solange die industrielle Massentierhaltung erlaubt ist, bei der um die 22 Masthähnchen auf einem qm gehalten werden, ist die Medikamentengabe so gut wie unvermeidbar. Der einzige Weg aus der gefährlichen Sackgasse, ist eine Haltungsänderung in den Großbetrieben. Bis dahin ist ein neues Kontrollverfahren rund um die Abgabe von Medikamenten an Mastbetriebe geplant. Auch Tierärzte sollen verstärkt in die Verantwortung genommen werden. Medikamente, die in der Humanmedizin zum Einsatz kommen, sollen unter Umständen in der Tiermast nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Eine Entscheidung hierzu soll zeitnah erfolgen.

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