Arztbesuch bald ohne Zusatzbeitrag
Viele gesetzliche Krankenkassen, darunter die KKH Allianz und die DAK, wollen die Zusatzbeiträge für ihre Versicherten im Jahr 2012 abschaffen. Inzwischen haben sich auch vier Betriebskrankenkassen für die Beitragsstreichung bereit erklärt. Insgesamt sind von dieser Änderung 10 Millionen gesetzlich Versicherte betroffen. Die privaten Krankenversicherungen befürchten nun, dass auf Grund der Streichung des Zusatzbeitrages viele Versicherte wieder zu den gesetzlichen Krankenkassen wechseln.
In der Gesundheitsreform 2007 wurde festgelegt, dass die bundesweit einheitlich festgelegten Beiträge in den sogenannten Gesundheitsfonds fließen. Aus diesem Fonds erhält jede Krankenkasse eine Kopfpauschale für jeden ihrer Versicherten. Vielen Krankenkassen reichten diese Zahlungen nicht aus, so dass sie einen zusätzlichen Beitrag von ihren Versicherten einfordern mussten. Der Zusatzbeitrag beträgt bei den meisten Kassen ungefähr 8 Euro. Auf Grund dieser Mehrkosten wechselten viele zu anderen gesetzlichen Kassen ohne Zusatzbeitrag. Auch die privaten Krankenversicherungen konnten einen hohen Zuwachs an Mitgliedern vorweisen.
Auf Grund der Fusion der DAK mit BKK Springer und BKK Gesundheit, befinden sich diese Kassen in einer wirtschaftlich besseren Lage. Diese ermöglicht den Verzicht auf den Zusatzbeitrag. Da zwischen den Krankenkassen ein großer Konkurrenzkampf besteht, haben sich nun einige Vertreter der Ersatzkassen bei dem Bundesversicherungsamt beschwert. Sie fordern, dass das Bonner Versicherungsamt diese Streichung des Beitrages genehmigen muss.
Bildquelle: Beispielkarte H+DG

